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Wettbewerb Kooperation. Konkret. 2016

Grafik zeigt Logo Wettbewerb

Seit 2006 zeichnet Bildungspartner NRW mit diesem Wettbewerb kommunale Bildungseinrichtungen und Schulen für besonders kreative Kooperationsideen und Praxisbeispiele aus.

Thema: "Gutes Morgen!"

Der diesjährige Wettbewerb stand ganz im Zeichen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Gefragt waren Ihre Ideen für die Kooperation von Schule und außerschulischem Lernort, die Schülerinnen und Schüler für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft gewinnen. Denn darum geht es bei BNE: jeden Einzelnen darin zu stärken, den großen ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit aktiv zu begegnen und eigene Wege für ein gutes Heute und Morgen für alle zu gestalten. Ganz nach der Devise: „Global denken und lokal handeln“. Drei Kooperationsideen erhalten ein Preisgeld von je 1000,- Euro und werden im Schuljahr 2016/17 umgesetzt.

Die Gewinner

Aachen: Migration in Aachen

Das Stadtarchiv Aachen erarbeitet mit den 9. und 10. Klassen der Luise-Hensel-Schule eine Dokumentation der Aachener Migrationsgeschichte, die neben Objekten aus dem Archiv und Begegnungen mit Zeitzeugen auch die Familiengeschichten der Schülerinnen und Schüler präsentieren wird. So werden Flucht und Migration nicht als krisenhafte Ausnahmen erschlossen, sondern als konstitutiv und bereichernd für die Entwicklung der eigenen Region.
Die Jury lobt die beispielhaft enge Zusammenarbeit der Projektpartner vom ersten Planungsschritt bis zur letzten Umsetzungsphase. Auf diese Weise werde der Kooperationsgedanke einer Bildungspartnerschaft hervorragend gelebt. Bemerkenswert findet die Jury auch den Umstand, dass Ergebnisoffenheit Teil des Konzepts ist, sodass die Schülerinnen und Schüler durchgängig aktiv in die Produktentwicklung eingebunden sind. Ausgehend von vielfältigen Migrationserfahrungen, die auch den Blick für komplexe Fluchtursachen schärfen, schätzt die Jury das Potenzial des Projekts für die Nachhaltigkeitsbildung im Bereich der gesellschaftlichen Teilhabe als sehr hoch ein.

Iserlohn: Beerenstark

Zweitklässler der Grundschule Bömberg treffen in dem von Natur.Ein.Blick und dem Biologen Tim Graumann unterstützten Projekt „Beerenstark“ auf Bewohnerinnen und Bewohner eines Seniorenzentrums in der Nachbarschaft der Schule. Ziel ist das gemeinsame Sammeln und Einkochen von Wildfrüchten wie Weißdorn oder Holunder. Indem die Kinder zusammen mit den Seniorinnen und Senioren Marmeladen oder Gelees herstellen, erwerben sie nicht nur elementare biologisch-naturkundliche Fertigkeiten, sondern fördern zugleich ganz aktiv den intergenerationellen Dialog.
Die Jury begeistert bei diesem Projekt die Verbindung eines Naturerlebnisses mit dem generationenübergreifenden Dialog. Im handlungsorientierten Austausch würden die Kinder wertvolles und zukunftsweisendes Wissen über Alternativen zur industriellen Herstellung von Lebensmitteln erwerben sowie regionale Nahrungsmittel wertschätzen lernen. Besondere Potenziale sieht die Jury in der kindgerechten Aufarbeitung von Fragen des Naturschutzes, der Biodiversität und des Verständnisses für nachhaltige Formen der Ernährung.

Oberhausen: Energie!

Mit der Bildungs-App BIPARCOURS sammeln und dokumentieren Schülerinnen und Schüler der Oberhausener Concordia-Schule Beispiele für die Nutzung und den Verbrauch von Energie in ihrer Schule und deren Umgebung. Das Besondere dieses in Zusammenarbeit mit dem LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg entwickelten Projektes ist, dass der mit der App erstellte Parcours ohne sprachliche Barrieren gestaltet werden soll. Bilder, Symbole, Filme oder Audiodateien treten an die Stelle der Sprache, wo immer diese den Zugang für den Nutzer der App erschweren könnte.
Die Jury beeindruckt, wie eng das Projekt mit dem unmittelbaren Umfeld und den Lebenswelten der Kinder verwoben ist. Es knüpfe einerseits an ihre alltäglichen Erfahrungen an und biete ihnen andererseits eine gute, direkte Umsetzbarkeit gemeinsam erarbeiteter Handlungsmöglichkeiten an. Anerkennung zollt die Jury auch dem von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickelten, nachhaltigen und innovativen Lernangebot, das weitere Kinder auf Mittel und Wege für einen schonenden Umgang mit Ressourcen aufmerksam macht. Viel Potenzial sieht die Jury für die Stärkung des eigenständigen Reflektierens und Urteilens bezüglich Umweltschutz und Energienutzung.


drei Flüchtlinge stehen zusammen in einer Turnhalle

Foto: Andreas Weinhold | Bildungspartner NRW

zwei Schülerinnen betrachten Gras mit Lupe

Foto: Stefan Arendt | LVR-ZMB

Kunst aus alten Straßenschildern

Foto: Christiane Bröckling | Bildungspartner NRW



Weitere eingereichte Projektideen

Aachen: Schulkiosk – Gesundes Pausenfrühstück

Die Stolberger Grundschule Hermannstraße kooperiert mit dem Euregionalen Medienzentrum Aachen bei der Umsetzung eines Kochbuches mit gesunden Zwischenmahlzeiten für den Schulkiosk. Dies soll den Schülerinnen und Schülern der Schule dabei helfen, Nachhaltigkeitsaspekte bei der täglichen Ernährung zu berücksichtigen. Das Medienzentrum wird ihnen zeigen, wie man ein Buch gestaltet und im Internet verfügbar macht.

Düsseldorf: Heimat, Krieg, Vertreibung – und morgen?

In Zusammenarbeit mit dem Heinrich-Heine-Institut werden Schülerinnen und Schüler des Düsseldorfer Comenius-Gymnasiums zu „Heine-Scouts“. Vor allem setzen sie sich mit dem Exilanten Heinrich Heine auseinander und erarbeiten für Schülerinnen und Schüler anderer Klassen Führungen, die Heines politische Verfolgung mit gegenwärtigen Formen von Krieg und Vertreibung verknüpfen.

Dülmen: Flüchtlingsschülerlotsen für Grundschulkinder

Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse der Dülmener Marienschule wird im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Ökumenischen Flüchtlingsinitiative Dülmen die Möglichkeit geboten, die anspruchsvolle Tätigkeit eines Schülerlotsen für Flüchtlingskinder auszuüben. Sie begleiten und unterstützen Kinder aus Flüchtlingsfamilien in deren Alltag; sie besuchen sie zu Hause, machen mit ihnen Sprachübungen, spielen mit ihnen oder bahnen Kontakte mit Gleichaltrigen für sie an. Damit leisten sie einen aktiven Beitrag zur Integration und Willkommenskultur in ihrer Kommune.

Duisburg: Entwicklung eines umweltfreundlichen Kochbuches

Ein umweltfreundliches Kochbuch, in dem für jedes Gericht der CO2-Gehalt angegeben ist, steht im Mittelpunkt der Kooperation zwischen der Duisburger Barbara-Grundschule, der Stadtbibliothek Duisburg und weiteren Projektpartnern. Bei der Erarbeitung des Kochbuches wird selbst gepflanzt, geerntet und verarbeitet, denn den Kindern steht dank einer engagierten Bürgerin ein Stück gepachtetes Land zur Verfügung. Per E-Mail werden die umweltschonenden Rezepte an Tausende von Lesern auf der ganzen Welt versandt.

Euskirchen: Action Time

Die Kooperation des Seniorenparks Carpe Diem mit dem Thomas-Eßer-Berufskolleg Euskirchen ermöglicht Schülerinnen und Schülern Aktionstage und Praktika in dem Seniorenpark. Die Schülerinnen und Schüler lernen unter Anleitung, wie man den Seniorinnen und Senioren geeignete Angebote macht und gewinnen dabei berufsvorbereitende Einblicke in das Arbeitsfeld der Sozialassistentin / des Sozialassistenten.

Euskirchen: Radio bewegt!

In dem Kooperationsprojekt der Medienwerkstatt Euskirchen, des Katholischen Bildungswerks Euskirchen und des Thomas-Eßer-Berufskollegs Euskirchen lernen Lehrerinnen und Lehrer durch praxisgeleitetes Coaching, wie man ein selbstverantwortetes Radioprojekt realisiert. Neben den erforderlichen technischen Fertigkeiten können die Teilnehmenden den Nachweis einer Qualifizierung für den Bürgerfunk erwerben.

Euskirchen: Velo 3

In Kooperation mit der Caritas Euskirchen können Schülerinnen und Schüler der Höheren Fachschule für Sozial- und Gesundheitswesen des Thomas-Eßer-Berufskollegs Euskirchen ihre Ausbildung ergänzen, indem sie Seniorinnen und Senioren und psychisch Kranken an zwei Nachmittagen pro Woche Ausflüge mit speziellen E-Bikes anbieten.

Goch: Der Elefantenpups

Kinder der Arnold-Jansen-Grundschule erarbeiten zusammen mit dem Museum Goch und Musikerinnen und Musikern der Duisburger Symphoniker den „Elefantenpups“, ein Theaterstück mit Musik. Das Stück erzählt, wie der Direktor, die Tierpfleger und das Ensemble des Zoo-Orchesters sich erfolgreich gegen die drohende Schließung ihres Zoos zur Wehr setzen. Das Gemeinschaftsprojekt ermöglicht den Schülerinnen und Schülern Teilhabe an kultureller Bildung und eine Mut machende Demokratieerfahrung.

Haltern: Lernen von Römern

In Zusammenarbeit mit dem LWL Römermuseum setzen sich Schülerinnen und Schüler des Bochumer Heinrich-von-Kleist-Gymnasiums kritisch mit den Fehlern antiker römischer Politik auseinander und setzen diese zu Vorgehensweisen unserer heutigen Politik in Beziehung. Das Projekt, bei dem neben historisch-politischem Lernen auch die lateinischen Sprachkenntnisse der Achtklässler gefördert werden, steht im Kontext der bevorstehenden Ausstellung „Germanicus 2017“ des Römermuseums.

Hamm: Umweltscouts

Achtklässler der Arnold-Freymuth-Sekundarschule werden in dem gemeinsam mit der Volkshochschule Hamm und dem Hammer Grünflächenamt entwickelten Kooperationsprojekt zu ehrenamtlichen Umweltscouts. Sie beteiligen sich an der Säuberung einer Grünfläche ihrer Stadt ihrer Stadt und melden dem Grünflächenamt Schäden und Verunreinigungen. Dabei erwerben sie grundlegende Fertigkeiten, die die Berufsorientierung im Arbeitsfeld Umweltschutz und Landschaftspflege unterstützen.

Lüdenscheid: Flüchtlingsschicksale damals und heute

Erstmals dokumentieren Schülerinnen und Schüler des Lüdenscheider Zeppelin-Gymnasiums in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus die Vertreibung Lüdenscheider Juden und politisch Verfolgter zwischen 1933 und 1945. Dabei verknüpfen sie die Schicksale dieser Menschen mit aktuellen Debatten um Aufnahme und Zurückweisung von Flüchtlingen. Vorgeschichte und Gegenwart des Artikels 16 unseres Grundgesetzes werden auf diese Weise greifbar.

Lüdenscheid: Oral History: Flucht – Vertreibung – Migration nach Lüdenscheid

Zusammen mit den Museen der Stadt Lüdenscheid realisieren Schülerinnen und Schüler der Adolf-Reichwein-Gesamtschule eine Vergangenheit und Gegenwart verbindende interaktive Ausstellung zur Zuwanderungsgeschichte ihrer Stadt. Im Unterricht wird nicht nur die Migrationsgeschichte unseres Landes erarbeitet, auch die eigene Zuwanderungsgeschichte oder die von Mitschülerinnen und -schülern wird nachgezeichnet. Das Ausstellungsprojekt, das auch Interviews mit Zuwanderern aktueller oder vergangener Migrationsbewegungen dokumentieren wird, soll in die Dauerausstellung des Museums einfließen.

Menden: GutBlick – Unsere Sicht auf über 200 Jahre Industriegeschichte im Gut Rödinghausen

Schülerinnen und Schüler des Mendener Walburgisgymnasiums erarbeiten gemeinsam mit dem Museum Menden Ausstellungsbereiche zur Industriegeschichte ihrer Region. Eigenen Ideen und Interessen folgend, gestalten sie museale Exponate, die sich mit der Entwicklung sozialer Gerechtigkeit oder des industriellen Unternehmertums und seiner Verantwortung auseinandersetzen. Die Jugendlichen erhalten die Möglichkeit, kulturelle Angebote ihrer Region durch eigene Ausdrucksformen mitzugestalten.

Minden: Dem Korn auf der Spur

Der schonende Umgang mit Ressourcen wie Wasser, Energie oder Arbeitskraft steht im Zentrum des Kooperationsprojektes der Volkshochschule Minden und der Grundschule Hohenstaufen. Die Schülerinnen und Schüler erforschen durch gemeinsames Ausprobieren den historischen und gegenwärtigen Umgang mit Getreide und gewinnen dabei auf ganz praktische Weise Einsichten in die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung. Die gemeinsame Arbeit fördert nicht zuletzt die Selbstwirksamkeit und die Sprache der Kinder, von denen viele eine Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte mitbringen.

Mönchengladbach: Red Hand Day – Aktion Rote Hand

Das Stadtarchiv Mönchengladbach, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und der 8. Jahrgang des Mönchengladbacher Hugo-Junkers-Gymnasiums bereiten gemeinsam eine Veranstaltung zum internationalen Red Hand Day vor, der jedes Jahr am 12. Februar an das furchtbare Schicksal der Kindersoldaten erinnert. Die mit persönlichen Kommentaren versehenen roten Hände, die dem Aktionstag seinen Namen geben, werden anschließend den Vereinten Nationen übergeben.

Neuss: Serious Game für Mädchen zur Berufsorientierung im Arbeitsfeld Erneuerbare Energien

Im Rahmen eines vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten Projektes können sich Schülerinnen der Realschule Neuss-Holzheim in Kooperation mit dem Wissenschaftsladen Bonn e. V. eine geschlechtergerechte Berufsorientierung im zukunftssicheren Arbeitsfeld der erneuerbaren Energien verschaffen. Im Mittelpunkt steht ein von den Mädchen mit entwickeltes „Serious Game“, ein Computerspiel, in dessen geschütztem Raum jede Spielerin typischen Anforderungen technischer Ausbildungsberufe begegnet.

Nümbrecht: Gemeinsam für die Natur – stark in der Zukunft

Schülerinnen und Schüler der LVR-Hugo-Kükelhaus-Schule mit Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung werden in der Biologischen Station Oberberg im Rahmen ihrer Möglichkeiten in die Pflegemaßnahmen auf den naturschutzwürdigen Flächen eingebunden. Durch die gemeinsame Arbeit mit freiwilligen Helfern der Biologischen Station wird nicht nur inklusives Lernen ermöglicht. Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich dabei zugleich auf nachschulische Anforderungen vor, indem sie ihre beruflichen Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit oder Ausdauer entwickeln.

Paderborn: Doing Culture in Performance

Die Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn und dem Theater Paderborn ermöglicht Schülerinnen und Schülern der Klasse 10 des Gymnasiums Schloß Neuhaus die Mitwirkung an einer Theaterproduktion. Unterstützt von Studierenden und Theaterpädagoginnen und -pädagogen realisieren sie eine eigene Adaption des Shakespeare-Dramas „Othello“. Durch die Arbeit an diesem politischen Stück erwerben und entwickeln sie nicht nur künstlerisch-kreative Kompetenzen. Auch die Sensibilisierung für soziale und wirtschaftliche Ungleichheit, die Förderung der englischen Sprache und soziales Lernen stehen auf dem Programm.

Selfkant: Bewegungsbetreuung mit Spiel und Spaß

Der Fußballverein SC Selfkant e. V. bietet den Schülerinnen und Schülern der Westzipfelschule Selfkant einmal im Monat eine Bewegungsbetreuung an. Dem Verein und seiner Partnerschule geht es dabei vor allem darum, durch sportliche Bewegung motorischen Defiziten der Kinder entgegenzuwirken, für eine bewusste Ernährung zu sensibilisieren und soziale Kompetenzen zu fördern.


Dokumentation


Wettbewerb Kooperation. Konkret. 2015

Bild zeigt eine Preisträgergruppe Schulministerin Löhrmann bei der Preisverleihung bei der didacta

Foto: Stefan Arendt | LVR-ZMB

Thema: BIPARCOURS - Kooperationsbeispiele zum Einsatz der App

Für den Wettbewerb 2015 wurden viele kreative Beispiele für die Arbeit mit der BIPARCOURS-App eingereicht. Zehn von einer Jury ausgewählte Parcours wurden mit einem Preisgeld von jeweils 300,- Euro prämiert. Zudem päsentieren drei Gewinner ihren Parcours am 18.02. auf der Bildungsmesse didacta Ministerin Sylvia Löhrmann.

Gesucht wurden Parcours, die Themen und Lernangebote außerschulischer Lernorte erschließen und in Kooperation von Schule und außerschulischen Lernorten entstanden sind oder für die Kooperation genutzt werden. Wer die App auf dem Smartphone oder Tablet installiert hat, kann alle Beiträge durchspielen und sich von den guten Ideen inspirieren lassen.

Die Gewinner

Aus dem schulischen Kontext:

Borbeck Mitte

Dieser abwechslungsreiche und sehr lebendige Parcours der Dionysiusgrundschule und des kulturhistorischen Vereins Essen Borbeck fordert die Teilnehmenden mit allen Sinnen – es wird getastet, gelauscht, gerannt. Die Jury ist begeistert davon, dass spannende und vielfältige Medien im Parcours eingebunden sind und sämtliche Möglichkeiten der App BIPARCOURS ausgelotet werden. Der Parcours wurde zudem sehr schülernah gestaltet.

Entscheidungen

Dieser Parcours des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums verläuft entlang der Dülmener Stolpersteine und thematisiert die Verfolgung von Menschen jüdischen Glaubens während der NS-Zeit. Die Jury lobt neben dem nahen Lehrplanbezug des Themas die hochklassige Nutzung der Funktionen der App.

Stadtrundgang in Köln

Das Projekt KölnBlicke ist ein Kooperationsprojekt der sk stiftung jugend und medien und des Geographischen Instituts der Universität zu Köln und beschäftigt sich mit den verschiedenen Kölner Vierteln. Dieser Parcours wurde gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern erstellt, macht Spaß und ist unterrichtsbezogen. Besonders gefällt der Jury, dass die Spielerinnen und Spieler in direkte Interaktion mit der Umgebung treten, bei der man auch mit anderen Veedelbewohnern ins Gespräch kommt.


Aus dem außerschulischen Kontext:

Auf den Spuren des Bartmanns

Der Parcours des Museums KERAMION behandelt die jahrhundertealte Töpfertradition der Stadt Frechen und die Spuren der rheinischen Keramikgeschichte im Stadtbild. Zu einem Thema, das zunächst wenig Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler zu haben scheint, hat das Museum einen spannenden, spaßigen Parcours geschaffen, der Lokalgeschichte als abwechslungsreiche Entdeckungsreise vermittelt.

Das Ruhr Museum auf Zollverein

Der Parcours durch das Ruhrmuseum Essen und das Welterbe Zollverein ist ein abwechslungsreicher Streifzug durch die Ausstellung und beleuchtet verschiedene Epochen und Aspekte der Ruhrgebietsgeschichte, aber auch Flora, Fauna und Kultur. Die Jury spricht bei diesem Beitrag vor allem großes Lob für die ästhetisch ansprechende informative und komplexe Gestaltung des Parcours aus, der Schülerinnen und Schülern dabei viel Spaß und sie miteinander ins Gespräch bringt. Hervorzuheben ist außerdem, dass alle Funktionen der App BIPARCOURS hervorragend genutzt wurden.

LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen

Der Parcours des LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen ist ein spannender Rundgang - inklusive Koscher-Quiz - durch die Synagoge und das historische Wohnhaus. Geschickt werden mithilfe der App-Funktionen Vergangenheit und Gegenwart übereinandergelegt, indem z.B. an renovierten Parcoursstationen im Haus alte Fotografien eingeblendet werden. Die Jury ist beeindruckt und meint: „Der sehr professionell gestaltete Parcours vermittelt auf unterhaltsame Weise interkulturelles Wissen.“

Märchenrallye Stadtbibliothek Mülheim

Die Stadtbibliothek Mülheim hat eine tolle Märchenrallye erstellt, in der Kinder ihr Märchenwissen testen und in Gruppenarbeit sogar ein selbst geschriebenes Märchen verfilmen können. Durch die thematische Anbindung wird der Vermittlung von Bibliothekskenntnissen Leben eingehaucht und das Angebot kann von Lehrkräften als Fortführung des Unterrichts eingeplant werden. Dieser Parcours macht nicht nur Spaß und weckt Lust auf weitere Bibliotheksbesuche, sondern fördert auch die Konzentrationsfähigkeit und Kreativität.

Sicher unterwegs in Dortmund

Der Parcours "Sicher unterwegs in Dortmund" des Arbeitskreises Verkehrssicherheit schult auf witzige Weise die Wahrnehmung im Straßenverkehr von Kindern und Jugendlichen. Besonders das spannende Einsatzfeld als solches, der überraschende Einstieg in den Parcours und die Nutzung von vielen verschiedenen Medien überzeugten die Jury.

Wuppertal Stadtbib

Der Beitrag der Stadtbibliothek Wuppertal besticht durch seine hohe Praktikabilität: Anhand der App wird spielerisch vermittelt, wie Bibliotheken funktionieren und wie man sich in dem Gebäude zurechtfindet. Da dieses Beispiel ein Konzept demonstriert, das niederschwellig auf andere Institutionen übertragbar ist, hat sich die Jury für den Parcours entschieden.

4. Klasse

Auf ihrer interaktiven Reise durch die Räume der Stadtbibliothek lernen Kinder alles um für eigene Recherche und Ausleihe gerüstet zu sein. Der Parcours der Stadtbibliothek Solingen schafft es auf freundliche, anschauliche und unterhaltsame Weise sowie mit einer guten Prise Humor, Kinder für das Angebot der Bibliothek zu begeistern und nutzt dabei alle Funktionen der App.


Lobende Erwähnung

Unter diesem Punkt möchte Bildungspartner NRW neben den zehn prämierten Beiträgen, zwei Projekte nennen, die zwar nicht alle Funktionen der App optimal genutzt haben, aber aufgrund ihrer tollen inhaltlichen thematischen Auseinandersetzung herausgestochen sind. Beide Parcours haben zudem gemein, dass es sich um gemeinsame Arbeitsergebnisse längerfristiger Kooperationen handelt, an denen nicht nur zahlreiche Kooperationspartner mitgewirkt haben, sondern auch Schülerinnen und Schüler. Lobend erwähnen möchten wir daher zum einen den Parcours Geschichtspfad Köln-Mülheim, dieser informiert aus der Perspektive von Kölner Schülerinnen und Schülern über die Geschichte des Stadtteils und das Projekt Aus dem Schatten der Erinnerung - Krieg und Zwangsarbeit in Dortmund, welches sich mit dem Thema Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft in Dortmund während des Zweiten Weltkriegs und deren Gegenwart im heutigen Stadtbild beschäftigt. Die Jury war hierbei besonders von der ebenso naheliegenden wie genialen Idee begeistert, die Texte im Parcours durch Schülerinnen und Schüler vorlesen zu lassen.

Wettbewerb Kooperation. Konkret. 2014

Preisträger bei der Preisverleihung beim Bildungspartnerkongress

Foto: Laura Bohn | LVR-ZMB

Thema: Erinnern für die Zukunft

Wie wir unsere Gegenwart und Zukunft gestalten wollen, ist untrennbar mit der Frage verbunden, wie wir uns an Vergangenes erinnern. Daher wurden Konzepte gesucht, die Kinder und Jugendliche aktiv in die Gestaltung der öffentlichen Geschichts- und Erinnerungskultur einbeziehen, die Räume schaffen, in denen geforscht, gefragt und diskutiert wird und die Schülerinnen und Schüler zur Mitgestaltung unserer demokratischen Gesellschaft anregen. Die Preisträger haben jeweils ein Preisgeld von 1000 € erhalten und beim 6. Bildungspartnerkongress im Herbst 2015 ihre Kooperation präsentiert.

Die Gewinner

Ein Jugendbuch für Dülmen

Die Hermann-Leeser-Realschule hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Dülmen die Lebensgeschichte der Familie Leeser in Form eines Jugendbuchs aufgeschrieben. Der Namensgeber der Schule, der Unternehmer Hermann Leeser, war ein jüdischer Unternehmer, der seiner Familie durch seinen Selbstmord die Emigration aus Nazi-Deutschland ermöglichen wollte. Seine Tochter Helga unterstützt nun die Schülerinnen und Schüler intensiv bei den Recherchen und dem Aufschreiben dieser bewegten Familiengeschichte.

Hier gelangen Sie zu dem Videobeitrag aus Dülmen.

Literatur als Brücke im interkulturellen und intergenerationellen Dialog

Die Lebensgeschichten und literarischen Lieblingstexte von Zuwanderinnen und Zuwanderern stehen im Fokus dieser Kooperation zwischen der Erich-Kästner-Gesamtschule, der Stadtteilbibliothek Freisenbruch und dem Bildungswerk der Humanistischen Union in Essen. Bibliotheksnutzerinnen und Bibliotheksnutzer mit Zuwanderungsgeschichte werden von Schülerinnen und Schülern interviewt und berichten vor der Kamera von persönlichen Lebenswegen und Lieblingserzählungen.

Hier können Sie sich den Film aus Essen ansehen.

Kindheiten in Krefeld

In einer Ausstellung wollen die Schülerinnen und Schüler der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule unterschiedliche Perspektiven auf das Thema Kindheit versammeln. Dazu recherchieren sie nicht nur im Stadtarchiv und in der NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer - sondern suchen auch das generationsübergreifende Gespräch mit Bewohnerinnen und Bewohnern eines benachbarten Seniorenzentrums.

Hier ist das Video zu dem Projekt in Krefeld hinterlegt.

Wettbewerb Kooperation. Konkret. 2013

Preisverleihung Kooperation Konkret 2013

Foto: Julia Reschucha | LVR-ZMB

Thema: Heterogene Lerngruppen - Ein starker Teil des Ganzen sein

Der Schwerpunkt lag in diesem Wettbewerb auf dem Thema „Ein starker Teil des Ganzen: Mit heterogenen Gruppen zum Lernerfolg“. Am 27.11.2013 wurden die besten Konzepte außerschulischer Kooperationen auf dem Bildungspartnerkongress „Vielfalt. Nutzen.“ in Dortmund ausgezeichnet.

Gewinner

1. Platz: Mit Modellbau individueller Teil des Ganzen

Den ersten Platz belegte dabei das Projekt „Modellbahnbau als Erprobungs- und Lernfeld für technische Kenntnisse und Fertigkeiten“. Seit 2007 arbeiten Schülerinnen und Schüler hier in Gruppen je ein Jahr lang an dem Abschnitt einer Modellbahn. Am Ende des Jahres steht die Gesamtpräsentation aller Abschnitte der Modellbaulandschaft. Die Kooperationspartner des Projektes sind: VHS Gütersloh, Jugendwerkstatt der Kolping Bildungszentren Ostwestfalen, kommunale Fördergesellschaft Pro Wirtschaft GT und das Bildungsbüro des Kreises Gütersloh gemeinsam mit der Elly-Heuss-Knapp-Schule, dem Städtischen Gymnasium Gütersloh, dem Evangelisch Stiftischen Gymnasium und dem Ratsgymnasium Wiedenbrück.

2. Platz: Klee macht Lust auf mehr

Mit dem zweiten Platz wurden die „Klee Kinder“ ausgezeichnet, eine Kooperation der Paul-Klee-Grundschule Düsseldorf mit der Kunstsammlung NRW. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten im Rahmen der Sonderschau „100 Mal Paul Klee“ eine Ausstellungseröffnung für Kinder und übernahmen dabei unterschiedliche Aufgaben, die sich an ihren individuellen Interessen, Fähigkeiten und Voraussetzungen orientierten.

3. Platz: Potentiale entfalten mit Schätzen des Rheins

Auch der dritte Platz richtete sich an eine Kooperation zwischen Museum und Schule. Das Kreismuseum Zons und die Friedrich-von-Saarwerden Schule in Dormagen fördern unter dem Titel „Rheinschätze. Eine Ausstellung von Kindern für kleine und große Besucher“ ästhetische Kompetenzen von Grundschülerinnen und Grundschülern: Aus Fundstücken vom Rheinufer schufen die Kinder Kunstwerke.

Wettbewerb Kooperation. Konkret. 2012

Preisverleihung Kooperation Konkret 2012

Foto: Julia Reschucha | LVR-ZMB

Thema: Ausgezeichnete Praxisbeispiele an der Schnittstelle schulisches und außerschulisches Lernen

Gesucht und prämiert wurden herausragende Unterrichtskonzepte und Praxisbeispiele zwischen schulischen und außerschulischen Lernorten, bei denen die Kompetenzförderung von Schülerinnen und Schülern im Vordergrund steht.

Gewinner

Archivmodul zur Industrialisierung

Die Archivwerkstatt Westmünsterland mit Akteurinnen und Akteuren aus Archiven, Schulen und Lehrerfortbildung im Kreis Borken hat eine Unterrichtseinheit zur Industrialisierung im Westmünsterland entwickelt. Unter der Leitfrage „Wie veränderte die Industrialisierung das Leben der Menschen vor Ort?“ untersuchen die Schülerinnen und Schüler die Geschichte ihrer Region und lernen das Archiv als Informationsträger und Wahrer des regionalen Gedächtnisses kennen.

„Netzwerk Filmbildung Gütersloh“ fördert Medienkompetenz

Das „Netzwerk Filmbildung Gütersloh“ bietet eine systematische Förderung der kulturellen Filmbildung in Schulen und die Bereitstellung einer verlässlichen Unterstützungsstruktur zwischen Schulen, dem Medienzentrum und weiteren Partnern. Der Austausch über Filmprojekte und Unterrichtsvorhaben, medienpädagogisch sinnvolle Filme sowie die Planung gemeinsamer Fortbildungen und Veranstaltungen steht unter anderem im Mittelpunkt dieser Kooperation.

Musikschulprojekt zum Thema Inklusion und Freundschaft

Bereits seit dem Schuljahr 2005/2006 führen die Musikschule Haan und die Gemeinschaftsgrundschule Bollenberg regelmäßig gemeinsam Projekte durch. Das Musical „‘Hau doch ab!‘ heißt die Devise, ‚Niemand darf auf unsre Wiese!‘“ brachte alle 200 Schülerinnen und Schüler auf die Bühne. Entwickelt und geprobt wurde dieses Musical rund um das Thema „Freundschaft oder Ausgrenzung“ sowohl im Rahmen des Regelunterrichts als auch im Ganztag in Kooperation mit der Musikschule und der integrativen Kindertagesstätte der AWO Bollenberger Busch.

Auf Spurensuche – der Wallweg

Einen Sonderpreis war der Jury eine Kooperation aus dem Kreis Steinfurt wert. Der Wallweg: Was ist das? Wohin führt er? Wozu diente er und welche Funktion hat er heute? Unter diesen Leitfragen gingen die Schülerinnen und Schüler des offenen Ganztags der St. Vitus Grundschule Metelen mit Unterstützung des Gemeindearchivs Metelen in ihrem Ort fünf Tage lang auf Spurensuche.

Wettbewerb Kooperation. Konkret. 2011

Preisverleihung 2011

Foto: Dominik Schmitz | LVR-ZMB

Thema

Zum fünften Mal in Folge rief die Medienberatung NRW in diesem Jahr Schulen und kommunale Bildungsinstitutionen dazu auf, sich mit ihren Konzepten am Wettbewerb „Kooperation. Konkret.“ zu beteiligen. Am 23.11.2011 fand im Rahmen des Bildungskongresses „Kooperation. Kult.“ in Dortmund die feierliche Auszeichnung der Siegerbeiträge statt.

Die Gewinner

1. Platz: Beethoven macht mobil

Durch regelmäßige Unterrichtsgestaltung führen die Pädagoginnen und Pädagogen des Beethoven-Hauses Bonn an Beethovens Leben und Musik heran, um so insbesondere auch benachteiligten Kindern einen Zugang zu Kultur zu ermöglichen und deren kulturelles Interesse zu wecken. Dieses Konzept überzeugte die achtköpfige Jury des Wettbewerbes „Kooperation. Konkret.“ und wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet. „Ein nachhaltiges, schlüssiges und hochkreatives Projekt, das es versteht, Kinder durch einen musisch kreativen Lernprozess zu begeistern und gleichzeitig den Grundstein für kulturelles Interesse zu legen, bravo!“

2. Platz: „Arnsberg im Wandel – Dokumentation städtebaulicher Veränderung“

Arnsberger Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Schule begeben sich mit Kamera und Objektiv ausgestattet auf die Jagd nach Fotomotiven. Diese gleichen sie unter fachlicher Anleitung von Archivarinnen und Archivaren mit Bildern der Vergangenheit ab und führen beides in einem dokumentarischen Bildband zusammen. „Ein für die Bildungspartnerschaft ‚Archiv und Schule‘ vorbildhaftes Projekt, das den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern durch die Methode des forschend entdeckenden Geschichtsunterrichts einen direkten Bezug zwischen archivalischen Quellen einerseits und der eigenen lebensweltlichen Gegenwart andererseits vermittelt“, urteilte die Jury.

3. Platz: "Literacy-Projekt - Vorlesen und Erzählen"

In diesem Konzept führen angehende Erzieherinnen und Erzieher des Berufskollegs Königstraße unter Regie der Gelsenkirchener Kinderbibliothek regelmäßig eine Reihe zur Leseförderung von Kindern durch. „Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs und der Grundschulen profitieren gleichermaßen von diesem Projekt“, urteilte die Jury; und weiter: „Diese Kombination von zwei sehr unterschiedlichen Schultypen plus Stadtbibliothek ist methodisch und organisatorisch beispielhaft“.

Wettbewerb Kooperation. Konkret. 2010

Thema: Ausgezeichnete Bildungspartnerschaften in Nordrhein-Westfalen

Die Medienberatung NRW rief in diesem Jahr zum vierten Mal in Folge Schulen und kommunale Bildungsinstitutionen dazu auf, sich mit ihren Kooperationsprojekten am Wettbewerb „Kooperation. Konkret.“ zu beteiligen. Im Vordergrund standen dabei wieder die neuen Lernanreize für die Schülerinnen und Schüler.

Die Gewinner

"Singstunde" aus Velbert

Der Wettbewerbsbeitrag der Städt. Ev. Grundschule Velbert in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Musikschule Velbert „Singstunde“ überzeugt durch sein stimmiges Konzept: Alle Grundschülerinnen und -schüler lernen ihr körpereigenes Instrument „Stimme“ und damit eine andere Art kennen, sich selbst auszudrücken. Das Erstellen eines schuleigenen Liederbuches bietet Möglichkeiten des fächerübergreifenden Unterrichts und stärkt die Schulkultur.

„Humanevolution trifft Religion“ des Städt. Gymnasiums Wülfrath und des Neanderthal Museums

Das fächerübergreifende Konzept verbindet die Unterrichtsfächer Biologie und Religion mit ihren gegensätzlichen Ansätzen zum Thema Evolution. Die Kooperation ist im schulinternen Lehrplan verankert und bietet ein rundes Gesamtkonzept: Beide Partner, Schule und Museum, haben Materialien erstellt und die Kooperation so aufgearbeitet, dass Fortbildungen für interessierte Kolleginnen und Kollegen möglich sind.

„Engel in Lemgo“ vom Hexenbürgermeisterhaus Lemgo und der Südschule

Über verschiedene Zugangsformen beschäftigen sich die Grundschülerinnen und -schüler mit dem Thema ‚Engel’: Stadt- und Kirchenführung, Andacht und eigene künstlerische Arbeit. Das Projekt fördert Kreativität auf zwei Ebenen: Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ihr eigenes Engelbild und setzen es anschließend mit unterschiedlichen Materialien in eine Plastik um. In einer eigenen Ausstellung im Museum präsentieren die Kinder ihre Kunstwerke.

„Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Junior-Vorlesern“ der Stadtbücherei Werne und der Wiehagenschule

Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Jahrgänge werden an vier Nachmittagen im Vorlesen geschult und geben ihr Können anschließend an Erst- und Zweitklässler weiter. Die beteiligten Kinder erleben in diesem Projekt auf spielerische Art und Weise mit Sprach- und Bewegungsspielen und Übungen zur Atemtechnik eine neue Herangehensweise an das Medium Buch. Diese „Kultur des (Vor)Lesens“ können sie hinterher in ihren Alltag mitnehmen.

„Kulturstrolche“ des Bildungsnetzwerks Münster

Dieses Projekt setzt sich für mehr Bildungsgerechtigkeit ein: Unabhängig vom Geldbeutel der Eltern soll Kindern der Primarstufe der Zugang zu Kultureinrichtungen und das Gespräch mit Künstlern ermöglicht werden. Während des dreijährigen Projektverlaufs lernen die Grundschülerinnen und -schüler mind. sechs Einrichtungen aus den Sparten Kunst, Musik, Geschichte, Literatur, Theater und Radio kennen. In einem eigenen „Kulturstrolche-Buch“ wird die „Kulturgeschichte“ der einzelnen Kinder in der Schule erarbeitet.

Wettbewerb Kooperation. Konkret. 2009

Preisverleihung 2009 beim Bildungspartnerkongress

Foto: Stefan Arendt | LVR-ZMB

Thema: Ausgezeichnete Kooperationen in Nordrhein-Westfalen

Zum dritten Mal in Folge rief die Medienberatung NRW in diesem Jahr Schulen und kommunale Bildungsinstitutionen dazu auf, sich mit ihren Kooperationsprojekten am Wettbewerb zu beteiligen. Am 18.11.2009 fand im Rahmen des gleichnamigen Bildungskongresses in Dortmund die feierliche Auszeichnung der erstplatzierten Beiträge statt.

Die Gewinner

Archiv und Schule

Den ersten Platz im Bereich „Archiv und Schule“ belegte das Stadtarchiv Castrop-Rauxel, das in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Stadtgeschichte der VHS Castrop-Rauxel seit 2003 alljährlich vor den Sommerferien eine Geschichtsrallye für Drittklässler zum Thema Stadtgeschichte durchführt.

Bibliothek und Schule

In dieser Kategorie belegte die Stadtbücherei Ibbenbüren den ersten Platz. Sie bot unter dem Titel „Kinderkompetenzen“ im vergangenen Jahr eine bunte Palette von Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche an.

Museum und Schule

Im Bereich Museum wurden aufgrund eines Punktegleichstandes in der Bewertung gleich zwei Projekte prämiert. Das LWL-Römermuseum in Haltern produzierte in Kooperation mit dem LWL-Medienzentrum für Westfalen sowie Schülerinnen und Schülern der siebten bis zwölften Jahrgangsstufe einen Audioguide zur Ausstellung IMPERIUM / 2000 Jahre Varusschlacht. Dieser führt Kinder und Jugendliche in Form musikalischen Sprechgesangs durch die Ausstellung. Das LVR-LandesMuseum in Bonn entwickelte in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn und dem Regionalen Bildungsbüro im Schulamt der Stadt Bonn ein übertragbares Museumscurriculum für Grundschülerinnen und Grundschüler der ersten bis vierten Klasse.

VHS und Schule

Die VHS Minden überzeugte im Bereich „VHS und Schule“ durch ihr Trägermodell für offene Ganztagsgrundschulen. Sie engagiert sich dort gemeinsam mit lokalen Vereinen und Kultureinrichtungen durch umfassende Bildungsangebote im Nachmittagsbereich.

Medienzentrum und Schule

Das Projekt „Surfen mit SIN(N)“ des Medienzentrums Bielefeld wurde in der Kategorie „Medienzentrum und Schule“ als bester Beitrag prämiert. Gemeinsam mit der Polizei Bielefeld informiert das Medienzentrum im Rahmen von Elternabenden, Lehrerfortbildungen und Schülerprojekten über Chancen und Risiken im Umgang mit dem Internet.

Sonderpreis

Einen Sonderpreis für herausragende Leistungen im Bereich „Innovation und Nachhaltigkeit“ erhielt das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung des Kreises Höxter. Der Beitrag „Kulturmanagement am Berufskolleg Höxter“ erhielt die höchste Gesamtpunktwertung der Jury. Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs können ihr kaufmännisches Wissen durch Praktika in kooperierenden Kultureinrichtungen anwenden. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, sich durch eigene Theaterproduktionen und Konzerte selbst künstlerisch kreativ einzubringen.

Wettbewerb Kooperation. Konkret. 2008

Thema: Auszeichnung von Praxisbeispielen, die für eine gelungene Zusammenarbeit von Schulen mit Bildungspartnern stehen

Die in diesem Jahr eingereichten Beiträge zum Wettbewerb Kooperation.Konkret. enthalten vielfältige und kreative Ideen als Antwort auf die Frage, wie langfristige Kooperationen zwischen Bildungspartnern und Schulen für Schülerinnen und Schüler einen echten Mehrwert bieten können. Alle Teilnehmer zeigten vorbildliche Projekte zur Förderung eines modernen und motivierenden Unterrichts, bei dem die Aktivität der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt steht.

Die Gewinner

Platz 1: "Fritz-Winter-Kids"

Das ist der Titel der Kooperation der Fritz-Winter-Gesamtschule Ahlen mit dem Kunstmuseum Ahlen. Dort wurde ein Curriculum für die Klassen 5-13 entwickelt, das eine enge Zusammenarbeit der Schule mit dem Kunstmuseum Ahlen vorsieht. Mehrmals pro Schuljahr nehmen die Schülerinnen und Schüler im Museum an der "Malschule" teil und lernen alles rund um inhaltliche und organisatorische Fragen eines Kulturbetriebs. Beispielhaft ist auch die Finanzierung des Projekts: Die Fördervereine der Schule und des Museums sowie das Kultursekretariat der Stadt Gütersloh unterstützen die Partnerschaft. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte der Kunstklassen haben im Museum freien Eintritt.

Platz 2: "Weiterbildung geht zur Schule – Verbesserung der Ausbildungsfitness"

Den zweiten Preis erhält in diesem Jahr die Kreisvolkshochschule Düren, die in Kooperation mit Real- und Hauptschulen aus der Umgebung das Projekt "Weiterbildung geht zur Schule – Verbesserung der Ausbildungsfitness" durchführt. Die Kooperation wird ausgezeichnet, weil die Kreisvolkshochschule gemeinsam mit den Schulen und unter Einbeziehung von Vertretern aus Industrie und Handwerk den Übergang der Jugendlichen von der Schule in den Beruf durch die Vermittlung berufsbezogener Kompetenzen erleichtert.

Platz 3: "Entwicklung eines Spiralcurriculums zur Förderung der Lese- und Informationskompetenz“

Die Freiherr-vom-Stein-Schule erhält den dritten Preis gemeinsam mit der Stadtbücherei Rahden für ihr Projekt zum Thema „Entwicklung eines Spiralcurriculums zur Förderung der Lese- und Informationskompetenz“. Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-9 werden durch vielfältige, interessante Projekte in ihrer Lesefähigkeit und -begeisterung gefördert. Insbesondere überzeugt die übergreifende Zusammenarbeit der Fachbereiche Deutsch, Kunst, Musik und Informatik, die zum Ziel hat, dass die in der Bücherei vermittelten Fertigkeiten auch in anderen Fächern sinnvoll eingesetzt werden.

Sonderpreis:

Einen Sonderpreis erhält das Einhard-Gymnasium in Aachen für das Projekt „Die Literaturpreis-AG“. Die Schule kooperiert mit der Stadt bzw. dem Kulturbetrieb Aachen im Rahmen des Walter-Hasenclever-Literaturpreises und der Aktion „Aachen liest“. Die Oberstufe des Gymnasiums ist aktiv an der Findung der Preisträgerin oder des Preisträgers beteiligt, gemeinsam mit der Hochschule, Aachener Buchhändlern, dem Literaturhaus Frankfurt und weiteren Vertretern. Die Literaturpreis-AG organisiert Projekte zum Werk der Preisträgerin oder des Preisträgers – zum Beispiel einen schulinternen Essay-Wettbewerb - und moderiert eine Lesung der Autorin oder des Autors in der Schule. Bei „Aachen liest“ setzt sich die ganze Stadt mit dem Werk des Walter-Hasenclever-Literaturpreisträgers auseinander – Veranstaltungen werden unter anderem in den Aachener Museen, Theatern und der örtlichen Volkshochschule angeboten.

Wettbewerb Kooperation. Konkret. 2007

Preisverleihung Gewinner 2007

Foto: Stefan Arendt | LVR-ZMB

Thema: Herausragende Unterrichtskonzepte und Praxisbeispiele für die konkrete Zusammenarbeit von Schulen mit Bildungspartnern gesucht.

Aus zahlreichen Einreichungen, die eine große Vielfalt an kreativen Ideen enthielten, ermittelte die Jury nach intensiver Beratung die Gewinner in zwei Kategorien (Schulen & Bibliotheken). Am 07.11.07 wurden im Rahmen des Kongresses Lesen. Lernen. im Goldsaal der Dortmunder Westfalenhallen die Preisträger ausgezeichnet.

Die Gewinner in der Kategorie "Schule":

Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch mit der Arbeitsgemeinschaft Bürgerfunk und dem Lokalsender Radio Leverkusen

Das im Rahmen eines Projektes erstellte Radiomagazin hat sowohl in technischer als auch in inhaltlicher Hinsicht ein hohes Niveau. Schülerinnen und Schüler haben für Beiträge recherchiert und sie technisch versiert umgesetzt.

Die Gemeinschaftshauptschule Marsberg mit dem Projekt „Du kannst lesen? – Beweis es“.

In einer Projektwoche zum Thema “Lesen” wurden die Klassenverbände aufgelöst und die Schülerinnen und Schüler arbeiteten in 20 Gruppen unter anderem an dem Entwurf eines Bühnenbildes zu einem Buch, unterschiedlichen Herstellungsmöglichkeiten von Textdokumenten mit Betriebserkundung in einer Bücherei und dem Lesen einer englischen Komödie und deren Umwandlung in ein Hörspiel.

Die Wienbredeschule Werne und das Karl- Pollender-Stadtmuseum

Museumsbesuche sind an dieser Schule fester Bestandteil des Unterrichts geworden. Die Kinder lernen dabei das Museum als einen Ort kennen, um sich über „früher“ zu informieren und sich handelnd mit unterschiedlichen Themen auseinanderzusetzen.

Gewinner in der Kategorie "Bibliothek":

Stadtbücherei Neukirchen-Vluyn

Durch die Initiative Lese-BUS wurden Projekte für unterschiedliche Altersgruppen und Schulformen angestoßen. In zahlreichen und vielfältigen Klassenprojekten, die schul- und fachübergreifend durchgeführt wurden, konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Kreativität unter Beweis stellen. Beispiele sind „Die Begegnung von Heine und Schumann in einem Kunstprojekt an einer Hauptschule“, die Krimiwerkstatt mit Lesefest und Buchvergnügen und die Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.

Stadtbücherei Hamm

Die Verleihung von Lese-Diplomen stand im Mittelpunkt des Leseförderprojektes der Stadtbücherei Hamm in Kooperatipon mit der Falkschule. Die Lesemotivation der Schülerinnen und Schüler wurde durch das Projekt enorm gesteigert.

Stadtbücherei Neunkirchen

Unter dem Titel „Wir basteln ein Bilderbuch“ wurden Grundschülerinnen und Grundschüler dazu angeregt, anhand von vorgegebenen Begriffen Phantasiegeschichten zu entwickeln und mit eigenen Bildern zu illustrieren.

Wettbewerb Kooperation. Konkret. 2006

Preisverleihung 2006

Foto: Christiane Bröckling | Bildungspartner NRW

Thema: Gesucht werden neue Konzepte zur Förderung von Lese-, Informations- und Medienkompetenz

Bei dem ersten Wettbewerb der Bildungspartner NRW liegt der Fokus auf der ersten Bildungspartnerinititative Bibliothek und Schule. Die Dokumentation der konkreten Zusammenarbeit von Schule und Bibliothek sollte möglichst als Internetseite veröffentlicht sein. Alternativ können die Beiträge über Planung, Verlauf und Ergebnisse der Kooperation auch auf CD-ROM zugesendet werden. Multimediale Elemente wie Fotos oder kurze Filmausschnitte sind in jedem Fall erwünscht.

Die Gewinner

1. Platz: Stadtbücherei und Gymnasium der Stadt Würselen

Die überzeugend systematische Umsetzung einer strukturierten Sprach- und Leseförderung in den Sekundarstufen I und II wurde von der Jury als herausragend gewürdigt. Vorbildlich sind die konkreten Umsetzungsschritte von der Erprobung über die Evaluation und die Sicherung der Nachhaltigkeit durch die Verankerung im schulinternen Curriculum Deutsch und im Schulprogramm. Unterschiedliche attraktive Events wie Autorenbegegnungen oder Schreibworkshops haben dabei einen festen Platz. Dieses Konzept baut auf eine ebenso systematische Zusammenarbeit von Bibliotheken und Grundschulen auf.

2. Platz: Stadtbibliothek Bergkamen

Im Beitrag der Stadtbibliothek Bergkamen sind innovativ und besonders zu würdigen der Schwerpunkt Sprach- und Leseförderung von Kindern mit Migrationshintergrund, vor allem türkischer Kinder, die Aufnahme zweisprachiger Angebote bis hin zur Schulung türkischsprachiger Lesepatinnen sowie die begleitende Elternarbeit. Dieser Ansatz ist Teil eines Gesamtkonzeptes, das die unterschiedlichen Stationen vom Kindergarten über die Grundschule bis zur weiterführenden Schule einbezieht.

3. Platz: Stadtbibliothek Hattingen; "Wortstark!" - Spaß mit Sprache in der Kinderbücherei

Mit dem Projekt "Wortstark" unterstützen die Stadtbibliothek Hattingen und die Grundschule Bruchfeld Vorschulkinder mit besonderem Sprachförderungsbedarf. Das innovative Konzept zeigt, wie Bibliotheken und Schulen sich bei der Bewältigung neuer Aufgaben, die sich aus der verbindlichen Sprachstandserhebung ergeben, kompetent und zuverlässig ergänzen können.

Sonderpreis: Stadtbücherei Werne

Der Beitrag der Stadtbücherei Werne ist klein aber fein: Eine Grundschule und die Stadtbibliothek wollen ihre gute Zusammenarbeit stärker strukturieren und mit langfristigen Planungsperspektiven gestalten. Das machen sie sehr konsequent und mit viel Erfolg und Spaß für alle Beteiligten. Sogar der Bürgermeister ist eingebunden, er unterzeichnete die Kooperationsvereinbarung.

Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 06.Oktober 2016

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