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Bildungspartner NRW - Bühne und Schule

Foto zeigt drei Jugendliche beim Ausprobieren von Kostümen

Foto: Dominik Schmitz | LVR-ZMB

Schauspiel-, Tanz- und Konzerthäuser, Musiktheater, weitere Bühnen und Akteure der freien darstellenden Künste faszinieren und inspirieren Schülerinnen und Schüler. Sie lösen über unmittelbare Erfahrungen Debatten über aktuelle Themen aus, eröffnen Räume für die Entwicklung personaler und sozialer Kompetenzen und fördern ästhetisch-kulturelle Bildung und Kreativität.


Außerschulische Bildungspartner

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  • Freie Szene

Kooperationsformen

Die nachfolgend aufgelisteten Kooperationsformen geben Anregungen für die Zusammenarbeit zwischen Bühne und Schule. Viele Angebote können variiert und miteinander kombiniert werden. Genaue Inhalte und Formate sollten individuell unter den Kooperationspartnern abgesprochen werden.

Angebote für Schülerinnen und Schüler

Theaterbesuche
Schülerinnen und Schüler besuchen regelmäßig eine Theatervorstellung oder Proben und lernen dadurch unterschiedliche Sparten kennen. Viele Spielstätten bieten dazu ein „Paket nach Maß“ zum kleinen Preis an, welches kontinuierliche Besuche im Schuljahr ermöglicht. Vielerorts besteht auch die Möglichkeit, eine komplette Vorstellung für die ganze Schule zu buchen – nach Absprache auch während der Unterrichtszeit.

Mobile Inszenierungen
Viele Bühnen kommen mit ausgewählten Stücken auch in die Schule. Im Anschluss an die Vorstellung haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, mit den Schauspielerinnen und Schauspielern oder Musikerinnen und Musikern über Gesehenes, Gehörtes und Erlebtes ins Gespräch zu kommen.

Begleitprogramme zu Theaterbesuchen
… zur Vorbereitung
In einem Workshop, der im Theater oder in der Schule stattfinden kann, werden Schulgruppen durch theaterpädagogische Übungen und Spiele auf die jeweilige Produktion eingestimmt. Angeleitet durch eine Theaterpädagogin oder einen Theaterpädagogen nähern sie sich den zentralen Themen der Inszenierung, lernen Figuren kennen, entdecken zeitgenössische Theaterformate, entwickeln eigene Szenen oder probieren aus, wie es ist, selbst auf der Bühne zu agieren.
Alternativ erfolgt eine Einführung in das Stück direkt am Spielort oder in Form von Materialmappen.

… zur Nachbereitung
Nach den Vorstellungen stehen die künstlerisch Verantwortlichen Rede und Antwort. Schülerinnen und Schüler erfahren mehr zum Inhalt und zur Entstehung der Produktion. Sie können ihre Fragen zur Inszenierung stellen, Kommentare abgeben, Kritik äußern, Anregungen geben und das Erlebte mit ihrer eigenen Lebenswelt in Verbindung setzen. Die beteiligten Schauspielerinnen und Schauspieler können im Rahmen kreativer Anschlusshandlungen vielfacher Art in Interaktion mit den Schülerinnen und Schülern treten. Auch Themen rund ums Theater werden beantwortet: Wie wird man Schauspielerin bzw. Schauspieler und kann man davon leben? Wie viel Text muss man lernen? ...
Alternativ kommen Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen, die künstlerisch Verantwortlichen oder Ensemblemitglieder nach einer Aufführung in die Schule und vertiefen spielpraktisch Aspekte des Stückes wie zentrale Themen, Charaktere und Besonderheiten des Inszenierungskonzepts mit der Klasse.

Theaterführung / Theaterrallye
Wie tief ist ein Orchestergraben? Was ist ein Souffleur? ... Durch eine Theaterrallye oder im Rahmen einer klassischen Theaterführung erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Spielstätte zu werfen. Dabei erfahren sie mehr zu den zahlreichen Berufen auf und hinter der Bühne, lernen die Arbeitsabläufe und Werkstätten wie Malersaal, Schreiner- und Schlosserei oder die Masken- und Kostümabteilung näher kennen und können selbst einmal auf der Bühne stehen.

Premierenklassen / Patenklassen / Tandemklassen
Schülerinnen und Schüler erleben den Entstehungsprozess einer Inszenierung von der Konzeption bis zur ersten Aufführung. Durch Probenbesuche erhalten sie einen Eindruck von unterschiedlichen künstlerischen Arbeitsweisen und können mit den Verantwortlichen und Akteuren direkt ins Gespräch kommen. In angeleiteten Workshops und Gesprächen beschäftigen sie sich intensiv mit den zentralen Themen und ggf. der Autorin oder dem Autor, lernen künstlerische Recherchemethoden kennen, betrachten das Inszenierungs- und Ausstattungskonzept und spielen selbst Szenen. Höhepunkt ist der Besuch der Premiere, abgerundet durch ein Nachgespräch. Ggf. entwickeln die Schülerinnen und Schüler aus der individuellen Perspektive auf das Stück oder das Thema heraus im Anschluss ein eigenes künstlerisches Produkt (Texte, Videos, Hörspiele, Szenen etc.) und präsentieren es am Tag der Premiere.

Schultheatertage
Schulklassen, Theater-AGs oder OGS-Gruppen haben die Gelegenheit, ihre eigenen Inszenierungen unter professionellen Bedingungen vor größerem Publikum auf der Bühne des Theaters aufzuführen, andere Jugendliche spielen zu sehen und sich mit ihnen auszutauschen und sich anschließend in verschiedenen theaterpädagogischen Workshops auszuprobieren.

Ausstellungen
In einem Bühnenworkshop sind Fotos entstanden – im Deutschunterricht wurden Masken angefertigt – zu einem Stück wurde ein Briefprojekt durchgeführt: Schule und Partnerbühne können einander als Ausstellungsräume nutzen, um die gemeinsame Arbeit an beiden beteiligten Lernorten sichtbar zu machen und in den kulturellen Alltag der jeweiligen Partner hineinzuwirken.

Angebote zur Berufs- und Studienorientierung
Theaterführungen mit Schwerpunkt Werkstätten, Berufsorientierungstage wie der Girls' oder Boys' Day oder Schülerpraktika geben Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die vielfältigen Berufsbilder am Theater und die unterschiedlichen Ausbildungswege. Theaterprofis unterstützen Schülerinnen und Schüler, die eine eigene professionelle künstlerische Laufbahn anstreben, durch individuelle Förderung und Beratung. Bei Interesse am Schauspielberuf zum Beispiel geht dies vom Auswählen passender Monologe und Szenen fürs Vorsprechen bis hin zum szenischen Erarbeiten in Kleingruppen oder im Einzelunterricht.

Theater-AGs
Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen unterstützen Theater-AGs an Schulen bei der Auswahl passender Stücke oder Formate, kommen zu Probenbesuchen an die Schulen und beraten in theaterpädagogischen Fragen und bei der dramaturgischen und inszenatorischen Arbeit.

Theaterprojekte
Im Rahmen des regulären Unterrichts, in AGs im Ganztag und an Projekttagen unterstützen Theater Schulen durch theaterpädagogische und theaterpraktische Lernangebote. Das Erlernen von Grundtechniken in Schauspiel, Musik und Bewegung, die Entwicklung von Textvorlagen mit Elementen des kreativen Schreibens, die Heranführung an zeitgenössische Theaterformate, das Erstellen eines Bühnenbilds, Körper- und Sensibilisierungsübungen, die öffentliche Aufführung einer eigenen Inszenierung in der Schule und/oder im Theater – die Kooperationsmöglichkeiten sind hier sehr vielfältig, sowohl was den zeitlichen Rahmen als auch die inhaltliche Schwerpunktsetzung angeht. Bühnen schnüren für Schulklassen ein speziell auf die Bedürfnisse und Ziele der Schule zugeschnittenes Paket aus ihrer theaterpädagogischen Angebotspalette.

Theaterscouts
Theater unterstützen die Schülerbotschafter an Schulen durch regelmäßige Einladungen zu den Hauptproben mit anschließender Besprechung, durch Freikarten und Informationsmaterialien für ausgewählte Vorstellungen und die Durchführung von Workshops zu einem bestimmten Thema einer aktuellen Inszenierung.

Angebote für Lehrerinnen und Lehrer

1. Beratung und Unterstützung

Spielplanübersicht
Lehrerkollegien und Zentren für Lehrerbildung sowie schulpraktische Lehrerbildung erhalten zu Beginn der Spielzeit eine Übersicht der Stücke und Termine. Sie können die Übersicht als großformatigen Aushang an zentraler Stelle anbringen und alternativ oder zusätzlich eine Infoveranstaltung mit Vorstellung geeigneter Inszenierungsangebote und der begleitenden theaterpädagogischen Angebote besuchen. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum Austausch.

Stückberatung
Lehrkräfte erhalten Informationen zu Themen und Schwerpunkten der einzelnen Inszenierungen und Empfehlungen im Hinblick auf Alter, Sprachkompetenz und Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schüler.

Sichtungsproben
Lehrkräfte erhalten die exklusive Einladung zu einer der Endproben eines Stückes oder Konzerts. Im Anschluss erfolgt ein Nachgespräch zu Inhalt, Hintergründen und Inszenierung und zum pädagogischen Begleitprogramm. Vielerorts gibt es auch die Möglichkeit, mehrere Schülerinnen und Schüler einzubeziehen.

Materialmappen
Lehrkräfte erhalten fertig konzipierte und zusammengestellte Mappen zur Vor- und Nachbereitung von Inszenierungen mit Hintergrundinformationen, Sekundärtexten, Unterrichtsvorschlägen und Anregungen zur theaterpädagogischen Arbeit mit der Klasse, die etwa Übungen, Diskussionsanregungen, Arbeitsblätter und Bastelanleitungen umfasst.

Theatermedienboxen/-beutel/-koffer
Mithilfe dieser Zusammenstellungen können Inszenierungen mit ergänzenden Materialien wie Lektüre, CDs und DVDs vorbereitet werden - ggf. in Kooperation mit der öffentlichen Bibliothek.

Vernetzungstreffen
Die Bühne pflegt den regelmäßigen Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern der Partnerschule.

2. Fortbildung

Stückfortbildungen
Die Fortbildungen thematisieren mit Lehrkräften den Inhalt und die Ästhetik der Inszenierung und geben Impulse für Methoden der Vor- und Nachbereitung im Unterricht. Oft finden im Rahmen solcher Fortbildungen auch Sichtveranstaltungen statt.

Workshops zur Theaterarbeit
Praktisch vermittelt und erprobt werden unterschiedliche Spielweisen, zeitgenössische Theaterformate und deren Umsetzungsmöglichkeiten.


Finanzierung

Kooperationen von Schule und Bühne sind in der Regel mit Kosten verbunden, z. B. für Eintrittsgelder, Fahrtkosten, Personalkosten oder Pauschalen für Lernangebote. Gerade wenn langfristige Kooperationen geplant sind, lohnt es sich, gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, die Kosten für die Schülerinnen und Schüler gering zu halten. Anregungen dazu gibt der folgende Überblick.

Wettbewerbe
Preisgelder können in die weitere Zusammenarbeit investiert werden.
Wettbewerb der Bildungspartner NRW Kooperation. Konkret.
Wettbewerb Kinder zum Olymp
Wettbewerb MIXED UP
Übersicht weiterer Wettbewerbe

Landesprogramm Kultur und Schule NRW
Das Landesprogramm fördert außerunterrichtliche, auf ein ganzes Schuljahr angelegte Projekte an Schulen, die von Künstlerinnen und Künstlern und bzw. oder Kulturpädagoginnen und Kulturpädagogen begleitet werden.
Landesprogramm

Fördermittel für Projekte
Weitere konkrete Fördermöglichkeiten können über die Stiftungsdatenbank des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen recherchiert werden.
Stiftungsdatenbank

Unterstützung durch Kommunen
Im Rahmen einer Bildungspartnerschaft können Kommunen vor Ort unterstützend wirken. Beispielsweise können sie mit lokalen Verkehrsverbünden einen verbilligten oder kostenfreien Transfer für die Schülerinnen und Schüler der entsprechenden Kommune vereinbaren.
Im Rahmen des Pakets „Leistungen für Bildung und Teilhabe“ für Familien, die Arbeitslosengeld II oder andere Leistungen beziehen, können die Kosten für kulturelle Aktivitäten übernommen werden.
Hinweise zu den einzelnen Leistungen und Anlaufstellen

Allgemeine Finanzierungsmöglichkeiten:
• Förderverein der Schule
• Sponsoren und öffentliche Gelder, z. B. örtliche Sparkasse, Stiftungen...
• Veranstaltung schulischer Aufführungen, Feste etc. zugunsten der kulturellen Aktivitäten
• ehrenamtliche Mitarbeit

Bei weiteren Fragen schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.

Ihre Ansprechpartnerin:


Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 17.Juli 2019

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und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe.