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Bildungspartnerschaften in Zeiten von Corona

Darstellung von Coronavirus

Foto: pixabay | TheDigitalArtist

Eine Bildungspartnerschaft bedeutet die Begegnung mit außerschulischen Lernorten und Personen. Beides ist derzeit nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Viele Schulen sind verunsichert, ob es sich lohnt, in diesen unwägbaren Zeiten Kooperationen einzugehen und zu pflegen. Dennoch sind die Potenziale, die außerschulische Lernorte etwa in Feldern wie kultureller, historisch-politischer, naturwissenschaftlich-technischer Bildung oder Leseförderung zu bieten haben, besonders wichtig und können sogar Beiträge zur Bewältigung der Herausforderungen leisten. Die verschiedenen Bildungseinrichtungen einer Kommune können partnerschaftlich daran mitwirken, dass Horizonte offenbleiben und Blickwinkel geweitet werden.

Auch wenn es derzeit auf den ersten Blick luxuriös erscheint, eine Bildungspartnerschaft zu pflegen, werden beim genaueren Hinsehen unterstützende und entlastende Aspekte deutlich. Außerschulische Lernorte sind mit den aktuellen Anforderungen an Hygienekonzepte und den Vorgaben zum Infektionsschutz in Schulen vertraut und bestens gewappnet, um das Lernen vor Ort zu ermöglichen. Sie stellen Materialien zur Vor- und Nachbereitung zur Verfügung und kommen mit mobilen Angeboten gerne auch in die Schule. Vor Ort sind attraktive Außengelände, Räumlichkeiten, Konzepte und pädagogisches Personal vorhanden, das Lehrkräften zur Seite steht. Vielerorts wurden im letzten Schuljahr innovative digitale Formate entwickelt und neue Beteiligungs- und Vernetzungsmöglichkeiten geschaffen, die das Kooperationsangebot zusätzlich bereichern und auch in Phasen des Lernens auf Distanz die Vernetzung von Schule und außerschulischem Lernort ermöglichen.

Die nachfolgenden Hinweise sollen Schulen und ihre außerschulischen Partner bei der Weiterführung ihrer Bildungspartnerschaften unterstützen und nützliche Informationen zusammentragen.


Was ist überhaupt erlaubt?

Aktivitäten außerschulischer Partner mit Schulen (z. B. im Ganztag, in gemeinsamen Projekten, in Bildungspartnerschaften) sind weiterhin zulässig, soweit es sich um ein Kooperationsangebot in der Gesamtverantwortung der Schule handelt. Sie dürfen, falls erforderlich und sinnvoll, auch außerhalb des Schulgebäudes, etwa in Räumlichkeiten der außerschulischen Partner, stattfinden. In diesen Fällen gelten die Hygienekonzepte und Vorgaben zum Infektionsschutz in Schulen (feste Gruppen, Rückverfolgbarkeit, Lüftung, Maskenpflicht etc.) entsprechend. (Stand 13.11.2020)

Alle Vorschriften und Regelungen sind auf den Informationsseiten des Schulministeriums veröffentlicht:

Angepasster Schulbetrieb in Corona-Zeiten

Für Bildungspartnerschaften besonders relevante Passagen finden Sie unter den folgenden Unterpunkten:

  • Regelungen und Merkmale des Infektionsschutzes
  • Hinweise und Verhaltensempfehlungen für den Infektionsschutz
  • Sportunterricht
  • Musikunterricht
  • Ganztags- und Betreuungsangebote in der Primarstufe und der Sekundarstufe I
  • Wiederaufnahme von außerunterrichtlichen Angeboten und Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
  • Schulfahrten

Die aktuellen Corona-Verordnungen können auf der Webseite des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) heruntergeladen werden:
www.mags.nrw/coronavirus


Weiterführende Links

Fördermittel für außerschulische Bildungsangebote in Coronazeiten
Das Schulministerium NRW unterstützt die Arbeit in den Schulen zur Schließung pandemiebedingter Lernlücken auch weiterhin durch die Bereitstellung von Fördermitteln für außerschulische Maßnahmen in den Herbstferien und darüber hinaus, etwa an Wochenenden. Zuwendungsempfänger sind Gemeinden, Gemeindeverbände und Zweckverbände sowie Landschaftsverbände in ihrer Funktion als Träger öffentlicher Schulen, Träger genehmigter Ersatzschulen sowie anerkannte Träger der freien Jugendhilfe. Eine Förderung kann ab sofort bei den Bezirksregierungen beantragt werden.

BIPARCOURS-Lernangebote am Wochenende und in den Schulferien
Aufgrund der derzeit in den Schulen und den außerschulischen Einrichtungen herrschenden Ausnahmesituation können außerschulische Partner bis zum Endes des Schuljahres 2020/21 Schüler*innen auch am Wochenende und in den Ferien Lernangebote mit BIPARCOURS unterbreiten. Diese können zum Beispiel im Rahmen der durch das Land geförderten Programme zur Schließung coronabedingter Lernlücken zum Einsatz kommen.

Hygienekonzept für Naturkundliche Führungen
Die Handreichung der Natur- und Umweltschutzakademie NRW beschreibt praxisnah und anschaulich, worauf bei Vorbereitung und Durchführung von Exkursionen unter Covid-19 Bedingungen zu achten ist, um Natur und Landschaft wie gewohnt facettenreich zu präsentieren.

Zu Hause bleiben und trotzdem Natur erleben und erforschen
Die Natur- und Umweltschutzakademie NRW hat auf ihrer Website Aktionsideen von außerschulischen Lernorten der Natur- und Umweltbildung sowie der Bildung für nachhaltige Entwicklung gesammelt, die Natur- Umwelt- und Ressourcenschutz zu Hause sowohl digital als auch offline erlebbar machen.

Steckbriefe für Naturpark-Abenteuer
Für den Sachkunde- bzw. Biologie-Unterricht draußen hat der Verband Deutscher Naturparke zusammen mit seinen Naturparken Steckbriefe entwickelt, mit denen Lehrkräfte auch während eines Corona-Lockdowns aktives Naturerleben in ihren Unterricht integrieren können. Rund um die Themenfelder „Pflanze“, „Tier“, „Kulturdenkmal“ können kleine und große Entdecker Alltägliches neu erleben und sich auf die Suche nach Unbekanntem machen. Dabei gibt es sowohl regionale Besonderheiten als auch naturparkübergreifende „Allrounder“ aufzuspüren.

Digitale Ausstellung „Mehr als man kennt – näher als man denkt. Objektgeschichten aus Gedenkstätten in NRW“ Das in Kooperation zwischen der Landeszentrale für politische Bildung NRW und dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Nordrhein-Westfalen entstandene Angebot dokumentiert in 28 Objekten die Vielfalt der Gedenkstättenlandschaft in NRW. Zu jedem Exponat gibt es ausführliche Erklärungen sowie ein Video.

Lernen und Forschen unter Corona-Bedingungen
Bei zdi.NRW arbeiten regionale Netzwerke aus Schulen, Hochschulen, Unternehmen und weiteren Partnern gemeinsam daran, außerschulische Kurse und Workshops für Kinder und Jugendliche anzubieten und zu entwickeln. Der Fokus liegt auf den MINT-Fächern. Die Gemeinschaftsoffensive hat in den vergangenen Monaten neue Angebote entwickelt: reine Online-Kurse, Online-Kurse mit haptischen Elementen und Hybrid-Kurse online und vor Ort.

Schulsport unter Coronabedingungen
Auf der Website der Landesstelle für den Schulsport NRW finden Sie neben allgemeinen Hinweisen und Verhaltensempfehlungen für den Infektionsschutz an Schulen u. a. auch Empfehlungen zur Durchführung des außerunterrichtlichen Schulsports im ersten Schulhalbjahr 2020/2021 und Umsetzungsideen für einen Sportunterricht mit Abstand.

Internet-Videos oder Live-Streams für Sportangebote
In der aktuellen Situation werden viele Sportangebote von Vereinen und Übungsleiter*innen online angeboten. Bei der Herstellung von Videos oder Live-Streams gibt es eine Reihe von Punkten zu beachten, um ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen und um teils auch juristisch relevante Fehler zu vermeiden. Das Handout des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen e. V. zeigt, wie es gelingt, auch mit beschränkten Mitteln einen bestmöglichen Videofilm bzw. Livestream herzustellen.


Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 24.November 2020

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und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe.