Mit unseren Wettbewerben möchten wir Impulse für das außerschulische Lernen setzen, spannende innovative Lernangebote auszeichnen, Kooperationsprojekte anregen und die Weiterentwicklung von Bildungspartnerschaften unterstützen. Informieren Sie sich hier über aktuelle Ausschreibungen rund um unsere digitalen Angebote, unseren Kongress sowie den jährlichen Wettbewerb »Kooperation. Konkret.«
Wettbewerb »Kooperation. Konkret.« 2026
Seit 2006 zeichnet Bildungspartner NRW mit diesem Wettbewerb kommunale Bildungseinrichtungen und Schulen aus. Wir prämieren überzeugende Kooperationspraxis, von der sich andere Bildungspartner inspirieren lassen können.
- Sie haben ein überzeugendes Projekt mit einer Schule oder einem außerschulischen Lernort umgesetzt?
- Sie planen dies in Zukunft zu tun?
- Sie haben eine langjährige besonders gelungene Kooperation mit einer Schule oder einem außerschulischen Lernort?
Sie möchten teilnehmen?
Wer kann sich bewerben?
Mitmachen können alle, die zu unserem Netzwerk Bildungspartner NRW zählen, also allgemein- und berufsbildende Schulen sowie ihre Kooperationspartner aus dem Kreis der Archive, Bibliotheken, Bühnen, Gedenkstätten, Medienzentren, Museen, Musikschulen, Einrichtungen der Umweltbildung und der naturwissenschaftlichen Bildung, Volkshochschulen sowie Sportvereine. Sie zählen noch nicht zu unserem Netzwerk? Gerne können Sie im Zuge der Bewerbung auch Ihre Bildungspartnerschaft bei uns registrieren.
Mit welchen Beiträgen können Sie sich bewerben?
Eingereicht werden können sowohl langfristige Kooperationen als auch abgeschlossene Projekte oder zukünftige Projektideen. Füllen Sie dazu das Bewerbungsformular aus und schicken Sie es an wettbewerb@bildungspartner.nrw . Nach Eingang und Prüfung Ihrer Bewerbung erhalten Sie die Möglichkeit, uns eine maximal 3-seitige PDF-Datei mit weiteren Materialien Ihrer Kooperationspraxis (Fotos, Konzepte oder Ähnliches) zukommen zu lassen.
Welche Fristen und Termine gibt es?
Bewerben können Sie sich jederzeit. Jedes Jahr zeichnet die Fachjury bis zu drei Kooperationen aus:
- Bis Ende März eines jeden Jahres Einreichen der Bewerbung
- Bis Ende Mai schriftliche Bekanntgabe der prämierten Einreichungen durch Bildungspartner NRW
- Bis Ende des jeweiligen Schuljahres Übergabe der Urkunde und des Preises
Nach welchen Kriterien wird der Beitrag bewertet?
- Die Kooperationspraxis eröffnet den Schüler*innen Teilhabe und Mitgestaltungsräume.
- Sie vermittelt den Schüler*innen Kompetenzen, sich mit den sozialen, kulturellen, ökologischen, wirtschaftlichen oder politischen Themen der Gesellschaft aktiv auseinanderzusetzen.
- Sie befähigt zu zukunftsfähigem Denken und Handeln.
- Schule und außerschulischer Partner stimmen sich bei Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung ihrer Kooperation ab.
- Die Zusammenarbeit hat eine langfristige Perspektive.
Was kann ich gewinnen?
Bis zu drei Kooperationen pro Jahr erhalten ein Preisgeld von je 1.000,- Euro zur Weiterführung ihrer Kooperationspraxis.
Vergangene Wettbewerbe
Hier finden Sie Informationen zu unseren vergangenen Wettbewerben.
Kongress-Wettbewerb »ANDERS.« 2025
»ANDERS.« ist mehr als nur ein Wort - es ist eine Einladung, die Vielfalt des Lebens und der eigenen Identität zu erkunden. Weckt das Andere Neugierde und Faszination, führt es zu Verunsicherung und Ablehnung, ist es eine spannende Herausforderung, Anlass für Konflikte oder ist es einfach normal, anders zu sein?
Im Rahmen des 11. Bildungspartnerkongresses waren schulische Lerngruppen eingeladen, beim Wettbewerb »ANDERS.« ihre kreativen Perspektiven auf Vielfalt und Differenz einzureichen. Über 400 Beiträge zeigten beeindruckend, wie unterschiedlich junge Menschen das Andere wahrnehmen – als Inspiration, Irritation, Herausforderung oder als etwas völlig Normales. Eine Fachjury traf eine Vorauswahl, sodass schließlich zehn Gruppen ihre Werke im Rahmen einer Ausstellung im Haus der Technik präsentieren konnten und den Tag mit vielfältigen Impulsen bereicherten.
Publikumspreis
Nach dem Rundgang durch die Ausstellung und Gesprächen mit den Schüler*innen kürte das Publikum drei Preisträger. Ausgezeichnet wurden die die LWL-Förderschule Schule am Leithenhaus Bochum (Förderschwerpunkt Sprache), die LWL-Förderschule Martin-Bartels-Schule Dortmund (Förderschwerpunkt Sehen) und die Lessingschule Hamm (Primarstufe). Ihre Arbeiten überzeugten durch besondere Kreativität, persönliche Perspektiven auf das Thema »ANDERS.« und eine starke Präsentation vor Ort. Jede Gruppe erhielt ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.
Herzlichen Glückwunsch!
Schule am Leithenhaus Bochum
Martin-Bartels-Schule Dortmund
Lessingschule Hamm
© Bildungspartner NRW
Wettbewerb »Kooperation. Konkret.« 2025
Mit dem Wettbewerb »Kooperation. Konkret.« möchten wir Impulse für das außerschulische Lernen setzen, spannende innovative Lernangebote auszeichnen, Kooperationsprojekte anregen und die Weiterentwicklung von Bildungspartnerschaften unterstützen.
Gewinnerbeiträge 2025
»Bildungspartner NRW ist gut drauf!«, die Jury zeigte sich dieses Jahr beeindruckt von der hohen Qualität der zahlreichen Beiträge. Bei insgesamt 35 Einreichungen fiel der Jury die Entscheidung nicht leicht. Nach intensivem Austausch und sorgfältigem Abwägen überzeugten schließlich die folgenden drei Bildungspartnerschaften:
Brühl: »Giacometti – im bewegten Raum«
Museum Max Ernst Brühl des LVR | LVR-Anna-Freud-Förderschule
An der Kooperation waren neben dem Museum, einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung und einer Gesamtschule auch eine Tanzkompanie beteiligt. Gemeinsam entwickelten sie eine Performance zur Ausstellung. Unterrichtlich eingebunden war das Projekt in die Fachrichtungen Darstellendes Spiel, Deutsch, Kunst, Sozialkunde und Geschichte. Mithilfe der musealen Ausstellung setzten sich die Schüler*innen mit Kunst des 20. Jahrhunderts und den Auswirkungen der beiden Weltkriege auf Alberto Giacomettis Schaffen auseinander. Die plastischen Werke Giacomettis wurden zum Anlass genommen Gegensätze, wie beispielsweise Nähe und Distanz, zu entdecken und diese choreografisch in einer Performance umzusetzen. Vermutete Grenzen und Wertungen zwischen körperlichen Besonderheiten wurden hierbei aufgelöst.
Die Jury zeigte sich beeindruckt von der »besonders intensiven Zusammenarbeit« zwischen Förderschule, Gesamtschule, Museum und beteiligter Tanzkompanie. Die choreographische Arbeit mit den Schüler*innen der Gesamt- und Förderschule zeige eine »echte, gelebte Inklusion« und verdeutliche einen innovativen Ansatz in der musealen Vermittlungsarbeit. Nicht nur das gegenseitige Kennenlernen, sondern auch die körperliche Selbstwahrnehmung der Schüler*innen sei gefördert worden. Durch die inhaltliche Einbettung von Giacomettis Werken hätten zudem gleichzeitig die kulturelle und ästhetische Bildung eine besondere Aufmerksamkeit erfahren. Diese Vielschichtigkeit des Projekts erkannte die Jury als herausragend mit »Vorbildcharakter« an.
Lippstadt: »Kooperation Stadttheater Lippstadt und Städtische Gesamtschule Lippstadt«
Stadttheater Lippstadt | Städtische Gesamtschule Lippstadt
eit 2023 erarbeiten das Stadttheater Lippstadt und die Städtische Gesamtschule gemeinsame Theaterstücke, die im Stadttheater aufgeführt werden. Die Projekte beinhalten sowohl Eigeninszenierungen - zum Beispiel mit biografischen Texten von Schüler*innen oder Texten zum Thema Mobbing - als auch die Interpretation von bekannten Stücken. Diese werden in das Theaterprogrammheft der Stadt aufgenommen und bereichern somit das städtische Kulturangebot. Die Gesamtschule unterstützt die Kooperation mit einem festen Stundendeputat von einer Stunde wöchentlich und stellt Räumlichkeiten auch am Wochenende zur Verfügung. Das Stadttheater stellt sowohl Räumlichkeiten als auch technische und personelle Ressourcen zur Verfügung. Auch ehemalige und aktuelle Schüler*innen, Eltern und weitere Lippstädter*innen werden in einigen Produktionen miteinbezogen.
Die Jury hob die Bildungspartnerschaft aus den zahlreichen Einreichungen hervor, weil sie »Schüler*innen in die Subjektposition bringt und keine Gelegenheit auslässt, um sie zu aktivieren«. Die Jury überzeugte die enge, regelmäßige und ganzheitlich gedachte Zusammenarbeit des Stadttheaters mit der Gesamtschule. Sie lobte das niederschwellige Angebot, um die Theaterarbeit und das Theater als Institution kennenzulernen. Mit ganz unterschiedlichen Stücken vertieften Schüler*innen zudem Fachkompetenzen und ihr Geschichtsbewusstsein. Besonders beeindruckte die Jury, dass die Schüler*innen das Kulturangebot von Lippstadt mitgestalteten: »Es ist toll, wie die Theaterprojekte der Schule derart ins Leben der Stadt integriert sind.«
Viersen: »Lass Auschwitz nicht noch einmal sein: Für ein friedvolles Miteinander«
Kreisarchiv Viersen | Albertus-Magnus-Gymnasium
Die Kooperationspraxis bereitete den »80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau« in Viersen vor. Dem Gedenktag vorgeschaltet war eine Projektwoche, in der sich ca. 160 Schüler*innen der Oberstufe mit Schicksalen verschiedener Verfolgtengruppen des Nationalsozialismus auseinandersetzten. Dazu arbeiteten die Schüler*innen an zwei Tagen mit Originalquellen aus dem Kreisarchiv. Sie lernten das Kreisarchiv kennen, führten in »Forscherquartiers« angeleitet eigenständig Recherchen durch und arbeiteten anhand von historischen Quellen Einzelschicksale heraus. Das Vorhaben verfolgte das Ziel, ein Bewusstsein für die Verantwortung in der eigenen Lebenswelt zu schaffen. Auch sollte die Einbindung von historischen Schicksalen zur Ausbildung von Empathie beitragen und demokratische Werte vermitteln.
Das Kooperationsprojekt überzeugte die Jury mit einer »sehr intensiven Arbeit am Archivgut«. Diese habe den Schüler*innen nicht nur einen tiefen Einblick in die Arbeit mit Quellen gegeben, sondern vor allem in reale Einzelschicksale von Menschen aus der direkten Umgebung. So entwickelten die Jugendlichen durch die Auseinandersetzung mit den Originalquellen ein Verantwortungsbewusstsein für die eigene Lebenswelt und seien zu politischer Teilhabe ermutigt worden. Sowohl die intensive Vorbereitung als auch, dass insgesamt 160 Schüler*innen erreicht wurden, zeigten ein »hohes Engagement des Archivs«. Auch die starke Öffentlichkeitsarbeit, über den Kreis Viersen hinaus, wie auch die kreative Aufarbeitung der erarbeiteten Themen, beeindruckte die Jury sehr.
© Bildungspartner NRW
Wettbewerb »Kooperation. Konkret.« 2024
Mit dem Wettbewerb »Kooperation. Konkret.« möchten wir Impulse für das außerschulische Lernen setzen, spannende innovative Lernangebote auszeichnen, Kooperationsprojekte anregen und die Weiterentwicklung von Bildungspartnerschaften unterstützen.
Gewinnerbeiträge 2024
Die Jury zeigte sich beeindruckt von der hohen Qualität der Beiträge dieser Wettbewerbsrunde. Die Entscheidung fiel somit nicht leicht. Nach intensivem Austausch und sorgfältigem Abwägen überzeugten schließlich folgende drei Beiträge:
Bedburg-Hau: Abschied und Neuanfang
Theater mini-art, St. Antonius Grundschule Bedburg-Hau
»Abschied und Neuanfang« war ein Kooperationsprojekt der St. Antonius-Grundschule aus Bedburg-Hau und dem Theater mini-art. Der 4. Jahrgang der Grundschule beschäftigte sich einerseits mit den zurückliegenden Schuljahren, die auch von Pandemie-Erfahrungen geprägt waren, und andererseits mit dem kommenden Neuanfang in der weiterführenden Schule. Im Rahmen des Projekts entwickelten und schrieben die Schülerinnen und Schüler Texte, Szenen, Stücke bzw. Szenencollagen, die sie schließlich aufführten. Die Themen wurden gemeinsam mit den Theaterpädagog*innen entwickelt und entsprangen den individuellen Erfahrungen der Kinder.
Das Theaterprojekt aus Bedburg-Hau überzeugte die Jury mit seiner einfühlsamen Auseinandersetzung mit den aktuellen Herausforderungen der Viertklässler*innen. Gerade in Zeiten des Schulwechsels und des Rückblicks auf die Pandemiejahre erweise sich das Theater mini-art als wichtiger Bildungspartner, um die Reflexionsfähigkeit, das Durchhaltevermögen und das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Besonders beeindruckte die Jury, wie das Kooperationsprojekt auf die Erfahrungswelt der Grundschüler*innen einging und ihnen durch die künstlerische Aufarbeitung ihrer Erlebnisse Resilienz für zukünftige Herausforderungen vermittelte: »Zur rechten Zeit das richtige Projekt«.
Siegburg: »Playground-Theaternetzwerk für junge Menschen«
Städtische Gesamtschule am Michaelsberg, Theater Marabu
Die Gesamtschule am Michaelsberg ist eine von insgesamt sieben beteiligten Schulen im Projekt »Playground - Theaternetzwerk für junge Menschen«. Das Projekt fand in den Jahren 2020-2023 statt und begleitete die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule von der 5. bis zur 7. Klasse. Dabei nahmen sie alle zwei Wochen an Theaterstunden teil, die vom Theater Marabu angeleitet wurden. Durch ihre eigenen Erfahrungen im szenischen Spiel sollten die Kinder ein positiveres Selbstbild gewinnen und sich dadurch gestärkt fühlen. Es gab Workshops zur Vorbereitung von Theaterbesuchen, einen Schnuppertag in verschiedene Theaterbereiche und eine anschließende Fortbildung für besonders interessierte Schüler*innen zu den Themen »Theaterspiel«, »Schauspiel« und »Technik«. Zum Abschluss des Projekts entwickelten sie selbst ein Theaterstück mit anschließender Aufführung.
Das Kooperationsprojekt »Playground« beeindruckte die Jury besonders durch die Langfristigkeit und die umfassende Vernetzung. Drei Jahre lang wurden sieben Schulen, darunter die Gesamtschule am Michaelsberg, theaterpädagogisch begleitet und gefördert. Die Jury lobte das regelmäßige, niedrigschwellige und vielseitige Angebot, welches alle Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule auf verschiedenen Ebenen angesprochen und die Institution Theater nahbar gemacht habe. Zudem ergänze das Theaterangebot den Bereich Kinder- und Jugendtheater in Siegburg, wodurch die Schüler*innen aktiv an der kulturellen Gestaltung der Region teilhaben könnten. Insgesamt wurde »Playground« von der Jury als herausragendes und äußerst ambitioniertes Kooperationsprojekt anerkannt: »So wünscht man sich Theaterunterricht an Schulen.«
Rheinbach: »Eine Bläserklasse für die Gesamtschule Swisttal«
Musikschule Voreifel Rheinbach, Gesamtschule Swisttal
Die Musikschule Voreifel kooperiert in diesem Projekt mit der Gesamtschule Swisttal, einer Gesamtschule im ländlichen Raum. Durch die Einrichtung einer Bläserklasse soll den Schüler*innen kulturelle Teilhabe ortsnah ermöglicht werden. Bisher angeboten in den Stufen 5-7, ist geplant, dass das Projekt auf die Jahrgangsstufen 8-10 erweitert wird. Neben der Förderung der musikalischen Bildung von Schüler*innen im Instrumentalbereich soll auch kulturelle Bildung und Teilhabe dadurch gefördert werden, dass die Schülerinnen und Schüler regelmäßig in der Schule und auf Veranstaltungen in der Gemeinde auftreten.
Das Projekt »Eine Bläserklasse für die Gesamtschule Swisttal« überzeugte die Jury durch ihre besondere Bedeutung im ländlichen Raum. Sie hob hervor, dass die Teilnahme von Schüler*innen ortsnah und niederschwellig möglich ist, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Das Angebot eröffne so kulturelle Teilhabemöglichkeit für alle Kinder. Nicht nur die musikalische Bildung, sondern auch soziale Kompetenzen würden durch die Vielzahl an öffentlichen Auftritten gefördert. Das gemeinsame Musizieren stärke das Gemeinschaftsgefühl und gestalte das Kulturleben in der Gemeinde mit. »Damit geht die Kooperationspraxis besonders auf die strukturellen Bedarfe vor Ort ein.«, lobte die Jury.
Kontakt
Maj-Britt Schröder
Medienzentrum | Natur | VHS und Schule
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